Kolumbiens Kaffee in Gefahr?
Die sinkenden Preise auf dem Weltmarkt machen vielen kolumbianischen Kaffeebauern das Geschft kaputt.
Die sinkenden Preise auf dem Weltmarkt machen vielen kolumbianischen Kaffeebauern das Geschft kaputt.
Más información
Einer der berühmtesten Exportschlager Kolumbiens ist natürlich der Kaffee. Obwohl ich selbst keinen trinke, wollte ich trotzdem sehen, wie er angebaut wird. Also bin ich in die „Zona Cafetera“ gereist, in die Anbauregion für den angeblich besten Kaffee der Welt. Doch dieser Trip startete mit einer anderen kulinarischen Überraschung – und einem weiteren Beleg dafür, wie nett und hilfsbereit Kolumbianer sind…
Zurück zum Kaffee: Er hat einige Menschen in Kolumbien reich gemacht, keine Frage. Doch die meisten Kaffeebauern bekommen vom großen Geld nicht viel ab. Manche beklagen sich zurzeit darüber, dass sie kaum mehr etwas an ihren Bohnen verdienen. Schuld sind die sinkenden Preise für Kaffee auf dem Weltmarkt. Don Elías kann vom Kaffeeanbau allein kaum leben, hat er mir erzählt. Der Kaffeebauer aus der Nähe von Salento betreibt nur eine kleine, vier Hektar große Plantage. Er setzt auf Bio-Kaffee. Der Anbau ist zwar aufwändiger, aber Don Elías bekommt deutlich mehr Geld als für herkömmliche Ware. Außerdem baut er Bananen, Platanen sowie Avocados an und führt Touristen über die Plantage, um sich etwas dazuzuverdienen. Das macht ihm aber auch einfach Spaß, berichtet er und das glaube ich ihm. Denn Don Elías ist Kaffee-Liebhaber durch und durch – sein Vater hat schon Kaffee angebaut. Das will Don Elías auch noch so lange tun, wie er es kann. Eines ist für ihn klar: Er lässt sich seine Leidenschaft durch sinkende Weltmarktpreise nicht kaputt machen.




